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Hitze am Arbeitsplatz:
So schützen Sie sich und Ihr Team

Worauf es ankommt

Hohe Temperaturen sind im Betrieb mehr als eine Frage des Wohlbefindens. Sie beeinträchtigen Konzentration und Reaktionsfähigkeit und lassen Gefahren leichter übersehen. Damit wird Hitze zum Sicherheitsthema, das alle betrifft. Die rechtlichen Hintergründe haben wir in einem früheren Infoflyer erläutert. Hier geht es um den persönlichen Schutz: wie Sie sich an heißen Tagen schützen und Warnsignale rechtzeitig erkennen.

Person trinkt Wasser aufgrund der Hitze.

Warum Hitze mehr ist als nur unangenehm

Bei Hitze muss der Körper mehr Energie aufwenden, um seine Temperatur stabil zu halten. Im Arbeitsalltag macht sich das deutlich bemerkbar:

  • Konzentration und Reaktionsfähigkeit sinken
  • Müdigkeit und Unwohlsein nehmen zu
  • Gefahren werden leichter übersehen

Ausreichend und richtig trinken

Trinken Sie rechtzeitig und über den Tag verteilt, am besten bevor der Durst einsetzt. Lieber öfter kleine Mengen als viel auf einmal. Der Tagesbedarf liegt bei etwa 1,8 bis 2,5 Litern, bei körperlicher Arbeit und Hitze entsprechend mehr.

Gut geeignet sind leicht gekühltes Trink- und Mineralwasser mit wenig Kohlensäure, Kräuter- und Früchtetee sowie Schorle. Sie gleichen auch die über den Schweiß verlorenen Elektrolyte und Mineralstoffe aus.

Weniger geeignet:

  • Sehr kalte Getränke und Eiswürfel regen zusätzliche Wärmeproduktion an, wenn überhaupt nur in kleinen Schlücken
  • Milch ist zu energiereich, Alkohol fördert den Wasserverlust, Energydrinks sind ungeeignet
  • Smoothies zählen eher als Mahlzeit
  • Kaffee und koffeinhaltige Getränke wirken in gewohnten Mengen nicht dehydrierend, in Maßen sind sie in Ordnung

Kleidung anpassen

  • Helle, luftdurchlässige, lockere und schweißaufnehmende Kleidung tragen, dazu leichtes Schuhwerk. Das vermeidet einen Wärmestau.
  • Wo möglich, den „Krawattenzwang“ aussetzen.
  • Kühlwesten sowie Arm- und Beinmanschetten sind wirkungsvoll, setzen aber Akzeptanz voraus. Sie eignen sich eher für Hitzearbeitsplätze als fürs Büro.

Bewusst essen

  • An heißen Tagen auf schwere, reichhaltige Mahlzeiten verzichten
  • Besser sind Obst- und Gemüsesalate, Kaltschalen oder halbe Portionen der gewohnten Gerichte
  • Eine Banane gleicht schnell den Mineralstoffhaushalt aus
  • Auf sachgemäße Lagerung achten, denn Lebensmittel verderben bei Hitze schnell

Aktiv kühlen

Kühlende Tücher, Umschläge, Armgüsse, Duschen oder Fußbäder erfrischen den Körper spürbar. Besonders praktisch: zwischendurch kühles Wasser über die Handgelenke laufen lassen.

Warnsignale erkennen

Hitzeerkrankungen kündigen sich oft früh an. Achten Sie auf sich und auf Ihre Kolleginnen und Kollegen. Diese drei Bilder sollten Sie kennen:

  • Sonnenstich: hochroter Kopf, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, mitunter Nackensteifigkeit. Die Beschwerden können zeitversetzt auftreten.
    Erste Hilfe: Person mit leicht erhöhtem Kopf lagern, Kopf mit feuchten Tüchern kühlen, Rettungsdienst alarmieren.
  • Hitzeerschöpfung und Hitzekollaps: Kopfschmerzen, starkes Schwitzen, blasse Haut, schneller Puls, Schwindel und Blutdruckabfall bis hin zu kurzer Bewusstlosigkeit.
    Erste Hilfe: Person mit leicht erhöhtem Kopf und erhöhten Beinen lagern, Rettungsdienst alarmieren, bei vollem Bewusstsein für ausreichendes Trinken sorgen.
  • Hitzschlag: heiße, trockene, gerötete Haut, taumelnder Gang, Verwirrtheit bis Bewusstlosigkeit. Ein medizinischer Notfall, der lebensbedrohlich werden kann.
    Erste Hilfe: sofort Rettungsdienst alarmieren, schwere Kleidung öffnen, Person mit feuchten Tüchern kühlen.

 

Bei allen akuten Hitzeerkrankungen gilt: zuerst die Person aus der Hitze holen und in eine kühlere, schattige Umgebung bringen. Im Notfall gilt bundesweit der Notruf 112. Bei Bewusstlosigkeit die stabile Seitenlage, ohne normale Atmung sofort mit der Wiederbelebung beginnen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortführen.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Prüfen Sie, welche Gefahrstoffe Sie in welchen Mengen lagern und ob die Grundregeln erfüllt sind. Wer das nicht sicher beantworten kann, sollte handeln – bevor es der Gesetzgeber oder ein Unfall erzwingt.

Wie FinLers Sie dabei unterstützt

Hitze ist kein reines Wohlfühlthema, sondern eine Frage der Sicherheit: Lässt die Konzentration nach, werden Gefahren leichter übersehen und das Unfallrisiko steigt. Umso wichtiger ist es, Warnsignale ernst zu nehmen, rechtzeitig zu handeln und im Team gemeinsam aufeinander zu achten. Wer Beschäftigte für den Umgang mit Hitze sensibilisiert und einfache Schutzmaßnahmen im Arbeitsalltag verankert, schützt Gesundheit und Sicherheit gleichermaßen.

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