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Arbeitsschutz in Deutschland –
Wo stehen wir? Und was bleibt zu tun?

Aktueller Stand

Ein gutes Bild zum Arbeitsschutz in Deutschland ergibt sich aus der aktuellen Betriebs- und Beschäftigtenbefragung 2023/24. Sie zeigt deutlich:
Es bewegt sich was – aber es bleibt noch viel zu tun.

Fortschritte, die Mut machen

Immer mehr Unternehmen nehmen ihre Verantwortung ernst:

  • 68 % der Betriebe führen inzwischen eine Gefährdungsbeurteilung durch (2015: 52 %), bei Kleinstbetrieben immerhin 61 %.

  • Psychische und körperliche Belastungen werden häufiger berücksichtigt.

  • 81 % der Beschäftigten und 64 % der Führungskräfte sind inzwischen im Arbeitsschutz geschult (2015: 39 %).

  • 77 % der Befragten finden Vorschriften verständlich, 75 % halten sie für praxistauglich.

Diese Zahlen zeigen: Arbeitsschutz wird ernster genommen – und das ist gut so.

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Die Lücken sind dennoch gravierend

Trotz dieser positiven Entwicklung gibt es weiterhin deutliche Defizite:

  • Ein Drittel der Betriebe führt keine Gefährdungsbeurteilung durch – obwohl sie seit 25 Jahren Pflicht ist.

  • Nur 58 % der Betriebe mit mehr als 20 Mitarbeitenden haben den vorgeschriebenen Arbeitsschutzausschuss.

  • Fast 60 % der Kleinbetriebe in Regelbetreuung verfügen über keine Betriebsärztin oder keinen Betriebsarzt, 44 % haben keine Fachkraft für Arbeitssicherheit – beides gesetzeswidrig.

  • 34 % der Verantwortlichen nehmen nicht an verpflichtenden Schulungen im Unternehmermodell teil.

  • Über 40 % der Beschäftigten finden, dass zu wenig gegen langfristige gesundheitliche Belastungen getan wird.

Arbeitsschutz in der Praxis – wo’s noch hakt

Kommunikation & Beteiligung

  • Nur 35 % der Betriebe haben klare Ziele für Sicherheit und Gesundheit – ohne Ziel kein strategischer Arbeitsschutz.

  • Lediglich 17 % befragen ihre Beschäftigten regelmäßig.

  • Nur ein Drittel der Führungskräfte spricht im Führungskreis über Gesundheitsthemen.

Fehlzeiten & Gesundheitsindikatoren: ungenutzte Potenziale

  • Nur 38 % der Betriebe werten Fehlzeitenanalysen aus, obwohl diese wichtige Hinweise auf Belastungen liefern können.

  • Psychische Belastungen werden weiterhin unterschätzt: Nur 27 % nutzen Daten zur psychischen Gesundheit – trotz steigender Stress- und Zeitdruckbelastungen.

  • Über 40 % der Führungskräfte fühlen sich nicht ausreichend unterstützt, um Sicherheit und Gesundheit im Alltag umzusetzen.

Monitoring & Evaluation – kaum systematisch

  • Weniger als ein Drittel der Betriebe führt regelmäßige Selbstbewertungen oder Audits durch.

  • Nur 13 % prüfen regelmäßig, ob ihre Maßnahmen gegen Gesundheitsgefahren tatsächlich wirksam sind.

Führung als kritischer Faktor

Fehlende Schulung, Ressourcen und Zeit wirken sich direkt auf den Arbeitsschutz aus. Führungskräfte spielen jedoch eine Schlüsselrolle – sie setzen Sicherheitskultur im Alltag um.

Was heißt das konkret?

Viele Betriebe setzen auf Einzelmaßnahmen – doch ohne Systematik, Beteiligung, Evaluation und Führungskompetenz bleibt der Arbeitsschutz Stückwerk. Genau hier liegen die Hebel, um Prävention wirklich effektiv zu gestalten.

Unser Angebot - Alles aus einer Hand

Wir helfen Ihnen, aus losen Maßnahmen ein wirksames Gesamtsystem zu machen.
Damit wird Arbeitsschutz vom Pflichtprogramm zum Erfolgsfaktor.

  • Mit konkreten Zielen
  • Mit Kennzahlen und Analyseinstrumenten
  • Mit Trainings für Führungskräfte
  • Mit praxisnaher Beteiligung der Beschäftigten

Fazit:
Arbeitsschutz in Deutschland ist auf einem guten Weg – aber längst nicht am Ziel. Die Zahlen zeigen Fortschritte, doch auch deutliche Lücken. Entscheidend ist, Arbeitsschutz strategisch, ganzheitlich und kontinuierlich zu denken. Mit klaren Zielen, geschulten Führungskräften und einer aktiven Beteiligung aller Beschäftigten wird aus Pflichterfüllung echte Sicherheitskultur.
FinLers Safe Support begleitet Sie dabei – praxisnah, wirksam und immer mit Blick auf das, was zählt: die Gesundheit und Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden.

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